Kinder essen anders – auch im Urlaub

Manche Kinder verschmähen aus Prinzip die fleischlichen Genüsse, wenn es darum geht, ihren Hunger zu stillen. Aber diejenigen kleinen Gourmets, die aus vollster Überzeugung dem Gemüse nichts abgewinnen können, sind in der großen Mehrheit. Wie man bereits an diesen beiden Beispielen erkennt, ist es alles andere als einfach, Kinder gesund und gleichzeitig schmackhaft zu ernähren. Doch wenn einen die wählerischen Prinzessinnen und Prinzen bereits in der heimischen Küche fast zur Verzweiflung treiben, so steigert sich dies noch weiter, wenn eine Reise oder der Familienurlaub anstehen.

Damit Kinder auf der Fahrt alle wichtigen Nährstoffe bekommen, sollte ein leckerer Snack allzeit bereit stehen. Dazu eignet sich zum Beispiel das klassische Pausenbrot. An dieser Zwischenmahlzeit wissen die Eltern zu schätzen, dass man bei der Zubereitung auf die jeweiligen – und manchmal recht eigenwilligen – Geschmäcker der Schützlinge eingehen kann, und dennoch auch das ein oder andere Gemüse Platz auf dem Brot findet. Beliebte Belege sind milder Käse, fettarme Wurst oder Butter. Mit einer Tomaten- oder Gurkescheibe lassen sich die Brote zu einem gesunden Mahl aufwerten. Auch ein hart gekochtes Ei lässt sich einfach und bequem mit der Hand vernaschen und wird von den Kindern gerne als Reiseproviant angenommen.

Zucker in Maßen hebt die Stimmung im Familienurlaub

Aber selbstverständlich sollte auch die Lust auf Süßes gestillt werden. Gerade beim Verreisen sind die Kleinen oft angespannt und ein bisschen Zucker kann dabei helfen, ein Stückchen zufriedener dem Urlaubsziel entgegenzufahren. Hier sollte dem Obst der Vorzug gegeben werden, denn die Natur bietet süße Leckereien, die gleichzeitig auch noch das Wohlbefinden und die Gesundheit der jungen Fahrgäste steigern. Ein Apfel sollte in keinem Lunchpaket fehlen. Bei Bananen oder Pfirsichen stellt sich die Situation in praktischer Hinsicht leider etwas anders dar, denn diese Obstsorten stecken eine Reise im Allgemeinen nicht so ohne weiteres weg und zermatschen in der Tasche, bevor sie den Weg in den Magen gefunden haben. Aber findige Leute haben Behälter wie zum Beispiel den so genannten Banana Guard entwickelt, damit selbst die sensibelste Frucht mit in den Familienurlaub genommen werden kann. Natürlich ist auch das eine oder andere Stück Schokolade nicht verboten, aber das sollte nur in Maßen genossen werden. Prinzipiell gilt dieser Leitsatz für alle süßen Sachen, denn der Zucker verleiht den Kindern auch neue Energien, die sie auf langen Reisen nicht ausleben können und die Gefahr ist groß, dass die Eltern bis ans Ziel quengelnde Mitpassagiere zu besänftigen haben.

Eine Alternative zum Pausenbrot stellen Reiscracker, Müsliriegel, Zwieback oder Kekse dar. Mit diesen Snacks werden aber keine vollen Mahlzeiten ersetzt. Falls der Hunger allzu groß wird, kann man den Kindern selbstverständlich eine größere Portion verabreichen, aber verantwortungsbewusste Eltern geben das Lunchpaket nicht aus der Hand, ansonsten wird gerne mit der Nahrungsaufnahme übertrieben und den Kleinen wird übel. Dasselbe blüht auch Eltern, die mit ihrem Nachwuchs eine Flugreise unternehmen möchten: In diesem Fall sollte vor dem Abflug etwas leichtes gegessen und viel getrunken werden, denn der empfindliche Kreislauf der Kleinen steckt einen Flug nicht so leicht weg wie der von Erwachsenen.

Kinder sollten auf Reisen ausreichend trinken

Mindestens ebenso quälend wie der Hunger ist der Durst: Wie auch im Alltag sollten Kinder vor allem Wasser, ungezuckerte Säfte oder Tees zu sich nehmen. Das beruhigt den Magen, stillt perfekt den Durst und außerdem schmeckt es! Wer seine Kinder zur Feier des Tages mit Soft Drinks belohnt, der wird vermutlich schnell die Rechnung präsentiert bekommen, denn der Nachwuchs wird entweder äußerst lebendig oder er klagt über Bauchschmerzen.

Wenn der Familienurlaub Eltern und Kinder in fernere Gefilde führt, dann sollten die Kleinen keinen kulinarischen Experimenten ausgesetzt werden. Scharfe Speisen vertragen ihre Mägen noch nicht und vom Geschmack her werden sie solche Speisen eher verweigern. Am besten gibt man den Kindern Speisen, die komplett gar sind, damit auch böse Bakterien keine Chance haben, den Familienurlaub zu ruinieren.

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