Tolle Literaturtipps kleiner Urlauber

„Ein Dorf am Meer“ von Paula Fox. Erschienen im Boje-Verlag, empfohlen für Kinder ab 11 Jahre.

Diese Geschichte wird von der Autorin sehr sensibel erzählt: Emma wohnt in New York und ihrem Vater geht es so schlecht, dass er im Krankenhaus operiert werden muss. Aus diesem Grund muss Emma diesmal ohne ihre Eltern die Sommerferien verbringen und besucht Tante Bea und Onkel Crispin auf Long Island. Emma versteht sich überhaupt nicht mit ihrer Tante, denn diese ist bösartig und neidisch und lässt an niemandem ein gutes Haar. Emma kann ihre Ferien nicht genießen, denn sie hat Angst um ihren Papa und außerdem auch Angst vor ihrer Tante. Zum Glück macht Emma am Strand die Bekanntschaft mit Alberta. Die beiden Mädchen verstehen sich gut und beschließen, gemeinsam am Meer ein kleines Dorf aus Steinen, Muscheln und Holz zu bauen. Onkel Crispin gefällt das Dorf sehr gut, aber in der Nacht, bevor Emma wieder abreisen muss, zerstört Tante Bea vor Emmas Augen das ganze Dorf. Crispin tröstet Emma, aber sie ist natürlich trotzdem sehr traurig. Emma hat die ganze Zeit über ein Tagebuch geführt und als sie hineinblickt entdeckt sie, dass Tante Bea auch etwas hineingeschrieben hat: „Tante Bea ist böse und traurig.“ Daraufhin verspürt Emma Mitleid mit ihrer Tante und sie söhnt sich mit ihr aus, denn Bea ist nicht glücklich, sondern sehr unzufrieden.

„Der Riese Turramulli“ von Percy Trezise und Dick Roughsey. Erschienen im Lamuv Verlag, empfohlen für Kinder ab 5 Jahre.

Diese Geschichte wird schon seit langer Zeit den Kindern der australischen Ureinwohner erzählt. Es handelt sich dabei um eines der beliebtesten Märchen der Aborigines, das zwar stellenweise etwas grausam anmutet, aber natürlich ein glückliches Ende findet. Der Riese Turramulli ist eine angsteinflößende und böse Kreatur, die in Australien ihr Unwesen treibt. Ein Riese muss natürlich sehr viel essen, damit er bei Kräften bleibt. Die Lieblingsspeise von Turramulli sind leider vor allem Lebewesen und am liebsten schnappt er sich dafür Tiere und Kinder. Eines Tages verspürt er wieder riesengroßen Hunger und entdeckt drei Kinder, die er fressen möchte. Eine spannende Jagd beginnt. Mit einer klugen List entkommen die Kinder dem Riesen Turramulli und niemand muss sich mehr vor dieser Schreckensgestalt fürchten.

„Mein erster Weltatlas.“ Von Andrea Erne und Anne Ebert. Erschienen in der Reihe Wieso. Weshalb. Warum. im Ravensburger Buchverlag, empfohlen für Kinder ab 4 Jahren.

Dieser Atlas ist ein liebevoll gestaltetes Sachbuch für Kinder, die mehr über die Länder, Menschen und Tiere unserer Welt erfahren möchten. Der Weltatlas gibt einen ersten Überblick über unsere Erde und eignet sich hervorragend, um den Kleinen fremde Kulturen oder Wissenswertes über das anstehende Urlaubsziel näher zubringen. Die Besonderheiten der einzelnen Kontinente werden in diesem Buch ebenso angesprochen die die verschiedenen Länder. Große kindgerecht gestaltete Landkarten und aufklappbare Fenster, Bilder und Texte wecken die Neugierde. Daneben gehören auch Klebebilder, verschiedene Spiele und noch weitere nette Beigaben zum Atlas. Dieses Kindersachbuch eignet sich bestens, um den Kleinen einen Einblick in die Geheimnisse unserer Erde zu geben.

„Unterwegs auf dem Bauernhof“ von Monika Neubacher-Fesser und Sabine Luno. Erschienen in der Reihe ministeps im Ravensburger Buchverlag, empfohlen für Kinder von 1 bis 3 Jahren.

Ein Urlaub auf dem Bauernhof ist immer eine spannende Sache. Vor allem für die ganz Kleinen ist es aufregend, die Tiere kennen zu lernen und in den Alltag von Bauern ein bisschen hineinschnuppern zu dürfen. Mit diesem Buch kann man seinen Nachwuchs perfekt auf einen Urlaub auf dem Bauernhof einstimmten und bietet ihm gleichzeitig eine altersgerechte, kurzweilige Lektüre: Auf dem Bauernhof lebt eine Katzenmutter, die ihre vier kleinen Kätzchen vermisst. Sie macht sich auf die Suche nach ihren Schützlingen, kann sie aber nicht finden. Egal, ob sie im Fahrzeugschuppen oder im Hühnerstall nach ihnen Ausschau hält: Ihre Kinder sind wie vom Erdboden verschluckt. Ober haben die kleinen Katzenkinder vielleicht doch ihre Freunde, die Pferde, besucht? Nein, auch im Pferdestall keine Spur von ihren Kindern. Am Schluss tauchen die Kätzchen natürlich wieder auf, aber auf der Suche nach ihnen lernen die kleinen Zuhörer alle Bereiche eines Bauernhofes kennen. In lustiger Reimform führen die Autorinnen die großen und kleinen Leser quer über den Hof.

„Fleckies Reise“ von Markus Grimm. Erschienen im LOKOMOTION Verlag, empfohlen für Kinder von 6 bis 11 Jahren.

Diese Geschichte ist nicht nur die liebevolle Erzählung der Abenteuer eines verspielten Marienkäfers, sondern auch ein Kinderbuch, das mit seinen interaktiven Elementen die Phantasie der jungen Leser fördert. Denn diese werden dazu aufgefordert, auch eigene Ideen zu entwickeln, wie es mit Fleckie weitergehen könnte. Aber der Reihe nach: Fleckie lebt mit seinen Freunden auf einer Wiese im Faltertal direkt an einer Autobahnraststätte. Das unbeschwerte Spielen gehört zu seiner Lieblingsbeschäftigung und er hat überhaupt kein Verlangen danach, die große, weite Welt zu sehen oder an seinem Leben etwas zu ändern. Überhaupt sieht Fleckie nicht ein, warum er weite Stecken fliegen sollte, auch wenn er wunderschöne Flügel besitzt. Aber im Leben kommt es oft anders, als man denkt: Eines Tages gerät Fleckie in das Auto von Franzosen, die an der Autobahnraststätte eine Pause eingelegt haben. Als er dem Auto entkommt, findet er sich mitten in Paris wieder. Jetzt muss der kleine Marienkäfer aber kräftig und vor allem weit fliegen, um wieder ins Faltertal zu seinen Freunden zu kommen! Fleckie lernt neue Länder kennen und bemerkt, dass es auch anderswo sehr schön sein kann! Neben der spannenden Geschichte erfreut dieses Buch auch mit seinen schönen Illustrationen.

„Kinderbuch Namibia“ von Wilfried G. Schmitt. Erschienen als Book on Demand, empfohlen für Kinder von 8 bis 9 Jahren.

Wenn die nächste Reise in Richtung Afrika geht, dann stimmt dieses Buch perfekt auf einen Aufenthalt auf dem so genannten „schwarzen Kontinent“ ein. Kinder, die in Namibia leben, aber dort die Deutsche Schule besuchen, erzählen aus ihrem Alltag. Es geht um spannende Erlebnisse mit wilden Tieren, oder um das Leben auf einer großen, afrikanischen Farm fern jeglicher Zivilisation. Andere Geschichten berichten über so exotische Tiere wie Stachelschweine oder Erdmännchen. Auch wer sich dafür interessiert, wie in Namibia eine Jagd abläuft, wird in diesem Buch darüber aufgeklärt. Neben dem namibischen Alltag haben auch traditionelle Märchen Platz im „Kinderbuch Namibia“ und ergänzen die Eindrücke, die dieses Buch über dieses ferne Land mit seiner faszinierenden Kultur vermittelt. Abgerundet wird die Lektüre mit Zeichnungen, die von den namibischen Kindern angefertigt wurden.

„Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ von Nelson Mandela. Erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag, empfohlen für die ganze Familie.

Auch dieses Buch beschäftigt sich mit Afrika und stimmt Groß und Klein auf die Faszination ein, die vom schwarzen Kontinent ausgeht. Nelson Mandela, einer der bekanntesten Afrikaner, hat unterschiedliche Volksmärchen zusammengetragen und in diesem Band veröffentlicht. Für europäische Ohren klingen die Inhalte dieser Mythen und Sagen oft ungewohnt, denn sie sind ebenso poetisch wie manchmal auch brutal. Aber wer sich auf diese Geschichten einlässt, der wird das ein oder andere Mal wertvolle Erkenntnisse mitnehmen. Außerdem finden sich auch afrikanische Dichtungen, die an unsere Volksmärchen wie Hänsel und Gretel erinnern und die universale Gültigkeit dieser kulturellen Schätze unterstreichen. Wie nebenbei liefern diese von Mandela ausgesuchten Geschichten auch so manch Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt in Afrika sowie über die Kräfte der Natur, an die auf diesem Kontinent noch stärker als bei uns geglaubt wird.

„Fred und Flub und das Meer/Fred and Flub and the Sea. Ein deutsch-englisches Kinderbuch” von Maike Kreichgauer und Loren Whale. Erschienen in der Edition Schöne Bücher, empfohlen für Kinder ab 2 Jahren.

Mit diesem von der Autorin Maike Kreichgauer eigenhändig illustrierten Buch wird bereits den ganz Kleinen spielerisch eine zweite Fremdsprache näher gebracht. Neben der deutsch-englischen Version, die hier vorgestellt wird, können die Abenteuer von Fred und Flub unter anderem auch in italienischer Sprache verfolgt werden. Fred und Flub sind zwei Fische, die im Meer allerhand Neues kennen lernen, wie zum Beispiel die vielen Farben, die unterschiedlichen Meeresbewohner oder auch die Zahlen. Damit sich diese neuen Worte besonders schnell und gründlich einprägen, liegt diesem zauberhaft gestalteten Kinderbuch eine Audio-CD bei. Mit der Lektüre dieses Buches lernen schon die Kleinsten nicht nur spielerisch Englisch, sondern auch allerlei Interessantes über die verborgene Welt unter Wasser. Aus diesem Grund stimmt „Fred und Flub und das Meer“ die Kinder ideal auf den ersten Strandurlaub ein, bei dem es neben Sonne, Strand und Meer noch so einiges mehr zu entdecken gilt.

„Immer lustig in Bullerbü“ von Astrid Lindgren. Erschienen im Oetinger Verlag, empfohlen für Kinder ab 8 Jahre.

Nicht nur dann, wenn man Schweden kennt oder vorhat dieses Land im hohen Norden zu bereisen, lohnt sich die Lektüre eines der Bücher von Astrid Lindgren. Das gesammelte Werk dieser Autorin gehört zu jeder Kindheit dazu, ob es sich nun um Pippi Langstrumpf oder die Kinder aus Bullerbü handelt. Wie in jedem anderem Buch erfährt man auch in „Immer lustig in Bullerbü“ vieles über Schweden, das Heimatland der Protagonisten. Aber auch die Abenteuer, die Ole, Lasse, Bose, Inga, Lisa und Britta erleben, verraten einiges über die skandinavische Mentalität. In diesem Fall möchten die sechs Kinder für Oles kleine Schwester Kerstin das Geburtstagsfest ausrichten und das soll ganz besonders lustig werden. Aber leider decken sich die Vorstellungen von Kerstin nicht ganz mit jenen der anderen Kinder, die auf dem Süder-, Mittel- und Nordhof aufwachsen. Um zu erfahren, wie es der Rasselbande dennoch gelingt, dass alle mit dem Fest zufrieden sind, verrät Astrid Lindgren in diesem zauberhaften Kinderbuch-Klassiker.

„Mein großes Naturbuch aus Österreich“ von Christiane Rett und Susanne Riha. Erschienen in der G & G Verlagsgesellschaft, empfohlen für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.

Dieses Buch enthüllt alles, was die österreichische Fauna und Flora zu bieten hat. Es wird zum Beispiel auf alle heimischen Pflanzen eingegangen, die im Wald, auf dem Feld oder auch im Garten wachsen. Vor allem dann, wenn ein Urlaub in Österreich auf dem Plan steht, kann dieses Buch wertvolle Hilfestellungen geben. Denn mit dieser Lektüre werden selbst langweilige Waldspaziergänge zu einem lehreichen und spannenden Ausflug. Dieses Buch gibt Anleitungen, was man in der freien Natur alles sammeln kann. Aber damit noch nicht genug: Die Autorinnen haben auch Basteltipps oder Rezepte zusammengetragen, die auf den Fundstücken basieren. Daneben wird in diesem Kinder- und Jugendbuch jede Region Österreichs ausführlich vorgestellt. Die Illustrationen zeichnen sich durch eine liebevolle und ansprechende Gestaltung aus. „Mein großes Naturbuch aus Österreich“ ist die ideale Lektüre für kleine Naturforscher und wissbegierige Leseratten.

Comments on this entry are closed.

Impressum