Die traumhafteste Zeit mit unseren Kleinen

Einmal im Jahr gönnen wir uns eine ausgedehnte Reise in ferne Länder, denn unseren Kindern möchten wir schon in frühen Jahren die Vielfalt dieser Welt zeigen. Vor zwei Jahren ging es mit Marcel und Anna nach Italien. Aber wir wollten nicht an einem Strand an der Adria liegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, sondern mit unseren Lieblingen die Bergwelt in Südtirol entdecken. Wir waren damals relativ knapp bei Kasse, denn Marcel, unser Großer, ist im Jahr davor eingeschult worden, was ganz schön ins Geld gegangen ist. Außerdem haben wir unser Haus umgebaut, um unseren Kindern auch zu Hause und nicht nur im Urlaub jede Annehmlichkeit bieten zu können. In der ersten Augustwoche ging es mit Sack und Pack über den Brenner. Wir haben uns dazu entschieden, uns von Oma und Opa den Campingbus auszuleihen und Südtirol eine Woche lang damit zu bereisen. Wir hatten nicht viel geplant, sondern wollten überall dort unsere Zelte aufschlagen, wo es uns gerade gefällt.

Leider hat uns aber das Wetter einen bösen Strich durch unser Vorhaben gemacht, denn mit der Sonne war es leider nicht zum Besten bestellt. Die erste Nacht haben wir noch im Campingbus verbracht, aber Anna hatte solche Angst vor den laut hörbaren Regentropfen, dass weder unsere Kleine, noch wir auch nur ein Auge zubekommen haben. Am nächsten Morgen sind wir schnurstracks ins nächste Tourismusbüro gegangen und haben uns nach einer möglichen Unterkunft für zwei Wochen erkundigt. Wir müssen zugeben, das wir unseren wohl verdienten Urlaub zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschrieben hatten, denn es schien, als käme alles zusammen, was man bei einem Familienurlaub nun wirklich nicht gebrauchen kann: Schlechtes Wetter, quengelnde Kinder, unausgeschlafene Eltern und keinen Plan wie es weiter gehen sollte.

Wetterbedingtes Urlaubsglück für die ganze Familie

Aber zum Glück kam alles ganz anders. Der Zufall hat uns in ein beschauliches Dörfchen geführt, das uns selbst bei dieser ungünstigen Wetterlage mit seinem ruhigen Charme sofort für sich eingenommen hat. Aber bereits der Name dieses Ortes wird uns unvergesslich bleiben, denn wir mussten einige Male üben bevor wir Gufidaun unfallfrei aussprechen konnten. Wir müssen zugeben, dass uns bei den ersten Versuchen das Lachen übermannt hat, denn dieser Name war im ersten Moment – um es vorsichtig auszudrücken – etwas ungewöhnlich. Aber wie kann ein gelungener Familienurlaub besser starten, als mit einem herzlichen Lachen? Dieses idyllische Dorf, dem wir unsere wohl schönsten Familienferien verdanken, liegt mehr oder weniger direkt an der Brennerautobahn, weshalb wir auch erst überhaupt dort gelandet sind. Bei Klausen geht es ins Villnösser Tal, an dessen Anfang Gufidaun liegt. Alles in allem liefen die nächsten zwei Wochen sehr ruhig und harmonisch ab, sogar das Wetter besserte sich, aber wir wollten unter keinen Umständen mehr zurück in unseren Bus. In einer liebevoll geführten, kleinen Pension fühlten wir uns wie zu Hause und wanderten die Umgebung von Gufidaun ab. Sogar in die Südtiroler Dolomiten haben uns unsere Wege geführt. Unsere Wirtin hat Marcel und Anna jeden Abend Sagen und Märchen aus der Region erzählt und den Kleinen gefiel das besser als jede Kindersendung im Fernsehen. Sogar für einen Besuch des Dorfmuseums konnten sich unsere Lieblinge erwärmen. Vor allem die kleine Anna hat mit ihren damals vier Jahren ein erstaunliches Interesse für die Geschichte dieser Gemeinde gezeigt und sich gleich Gegenstände ausgesucht, die sich auch in ihrem Kinderzimmer gut machen würden. Wer braucht schon eine grelle Plastik-Barbie, wenn doch handgeschnitzte Krippenfiguren perfekt ins eigene Puppenhäuschen passen? Marcel hat in diesen zwei unvergesslichen Wochen übrigens entdeckt, dass er wohl doch nicht Polizist, sondern Bauer werden möchte. Dieser Berufswunsch hat sich aber spätestens dann gelegt, als wir auf der Heimfahrt eine Pause in Innsbruck eingelegt haben. Wir schlenderten dort durch den Alpenzoo und unser Sohn war dann von den Elchen doch noch ein bisschen begeisterter als von den Südtiroler Kühen und Schafen. Jetzt spart er Geld, um sich mal einen Zoo kaufen zu können.

Ruhiger Familienurlaub – zufriedene Eltern und Kinder

Einen familiärer und erholsamen Familienurlaub zu einem unschlagbar günstigen Preis – das hat uns unser spontaner Aufenthalt in Gufidaun beschert. Außerdem hatten wir danach alle etwas mehr auf den Rippen, denn unsere Pensionswirtin hat uns tagtäglich mit den verführerischen Leckerbissen aus dieser Region verwöhnt.

Auch wenn wir seitdem schon einen Strandurlaub in Griechenland und Aktivferien in der Steiermark verbracht haben: Unser Familienurlaub in Südtirol konnte noch nicht getoppt werden. Dort haben wir alle viel erlebt und uns gleichzeitig bestens erholt!

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